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Ungarn ist eine Republik in Mitteleuropa, sie ist 93032 km groß und hat 10,55 Mio.Einwohner.
Die Hauptstadt ist Budapest. Die Verfassung ist von 1949 und wurde 1990 zuletzt geändert.
An der Spitze der Republik steht der vom Volk direkt gewählte Präsident. Die Regierungsgeschäfte führt der dem Parlament verantwortliche Minister-Präsident. Die führende Rolle der kommunistischen Partei wurde aus der Verfassung gestrichen.

Landesnatur:
Zum größten Teil Tiefland. Einzige Gebirge im Norden Ungarn Mittelgebirge (Kekes1010m), der Bakonywald, im Süden das Fünfkirchener Bergland. Hauptflüsse: Donau, Theiß; größter See: Plattensee

 

sonne.gif (585 Byte)Klima:

binnenländisch, heiß, trocken

 

Bevölkerung:                                                                                                             Top

überwiegend Magyaren, Minderheiten von Rumänen, Slowaken, Deutsche

 

Religion:

kath., daneben Protestanten, orthodox, jüdisch

 

Wirtschaft:

fast ganz verstaatlicht oder kollektiviert): vielseitiger Ackerbau, Viehzucht Ausfuhr: Maschinen, Rohstoffe, Nahrungsmittel; Haupthandelspar+ner: UdSSR, os+europ. Länder EG-Länder. U. ist Mitgl. des Comecon. Hauptbinnenhafen und Internat. Flughafen:Budapest.

 

Geschichte:                                                                                                               Top

Um 896 drangen die Magyaren unter dem Großfürsten Arpäd von Südrußland her in Ungarn ein. Ihre verheerenden Einfälle in die westlichen Nachbarländer endeten erst 955 mit dem Sieg Kaiser Ottos d. Gr. auf dem Lechfeld. 975 begann die Christianisierung, die Stephan der Heilige, der 1001 den Titel eines »apostol.« Königs erhielt, abschloß (Stephanskrone). Im 12. Jh. Ansiedlung von deutschen (Siebenbürger und Zipser Sachsen). 1241 Einfall der Mongolen. Als das Haus der Arpaden 1301 ausstarb, folgten Könige aus verschiedenen Häusern, von denen Matthias l. Corvinus (1458-90) der erfolgreichste war. Der Jagiellone Ludwig II. fiel 1526 bei Mohács im Kampf gegen die Türken. Darauf geriet der Hauptteil Ungarns mit Budapest unter türkische Herrschaft, während der Westen an die Habsburger kam und Siebenbürgen ein eigenes magyar. Fürstentum bildete. Erst durch den großen Krieg von 1683-99 (-»Türkenkriege) wurde ganz Ungarn von den Türken befreit und mit den übrigen Ländern der österr. Habsburger vereinigt; doch behauptete der magyar. Adel seine alten ständ. Sonderrechte und die kalvinist. Minderheit der Magyaren ihren Glauben. Im 18. Jh. wurden die Donauschwaben (u.a. im Banat) angesiedelt. Eine starke liberale und nationale Bewegung entwickelte sich in der Revolution von 1848/49 unter Führung Kossuths zum offenen Abfall von den Habsburgern; doch warfen die Österreicher mit russ. Hilfe diese Erhebung nieder. Dann kam es zum Ausgleich von 1867, der die Sonderverfassung Ungarns wiederherstellte und dem magyar, Adel die Vorherrschaft in der transleithan. Reichshälfte sicherte (österr.-ungar. Monarchie). Nach dem l. Weltkrieg bildeten
die Kommunisten unter Bela Kun 1919 vorübergehend eine Räterepublik. Im Vertrag von Trianon (1920) verlor Ungarn 2/3 seines Gebiets und mehr als die Hälfte seiner Einwohner. N. Horthy wurde 1920 Reichsverweser, die Monarchie wurde grundsätzlich aufrechterhalten. Auf Grund der dt.-ital. Wiener Schiedssprüche von 1938 und 1940 erhielt Ungarn die 1920 abgetretene Gebiete zurück. 1940 trat es
dem Dreimächtepakt bei und nahm seit 1941 auf deutscher Seite am 2. Weltkrieg teil. 1946 mußte Ungarn alle zurückgewonnenen Gebiete wieder abtreten. Nach der Proklamation der Republik (1946) wurde Ungarn 1949 eine Volksdemokratie in enger Anlehnung an die UdSSR. Ein am 23. 10. 1956 in Budapest und anderen Orten ausgebrochener Volksaufstand mit dem Ziel größerer außen- und innenpolit. Freiheit wurde durch Sowjet. Truppen niedergeschlagen. Der danach eingeschlagene Kurs wirtschaftlicher Eigeninitiative verschaffte Ungarn eine zunächst wirtschaftliche, seit Mitte der 1970er Jahre auch eine polit. Sonderstellung in Osteuropa. Als erster Staat des östlichen Bündnisses ersetzte Ungarn 1989 in friedl. Reformprozeß das Sozialist. Reg.-Sys+em durch ein demokratisches. In den Wahlen 1990 setzten sich »Demokrat. Forum« und »Bund der Freien Demokraten« durch. Präs.: A, 6öncz (seit 1990): MinPräs.: J. Antall (seit 1990)

Budapest ist die Hauptstadt von Ungarn mit 2,09 Mio. Einwohner an der Donau liegend. Auf den Anhöhen des rechten Ufers liegt Ofen (ungar. Buda) mit Burg und Regierungsgebäuden, am linken Ufer die Geschäftsstadt Pest.
Budapest ist kultureller Mittelpunkt (Univ., TH, Hochschule für Musik und bildende Kunst, Bibliotheken, Mus. u.a.) und Verkehrs- und Wirtschaftsmittelpunkt Ungarns. Maschinen-, Fahrzeug-, Schiffsbau, Feinmechanik, ehem. und Textilindustrie; Heilquellen. - Ofen und Pest entstanden im Mittelalter als deutsche Stadtgemeinden. 1541-1686 war Budapest türkisch.

Der Plattensee (ungarisch Balaton) ist mit 598 Km² der größte See Mitteleuropas. Zum Vergleich, der Bodensee ist 538,5 Km goß.

 

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